Kryptowährungen: Kehrt der Hype zurück?

Jetzt ist es also doch passiert: Der Bitcoin hat die 20.000 US Dollar-Marke durchbrochen – und konnte innerhalb weniger Stunden sogar noch problemlos auf über 22.000 US Dollar klettern. Was zwischen 16. und 17. Dezember 2020 passiert ist, wurde seit geraumer Zeit prognostiziert, und dennoch gab es immer wieder Kritiker, die der Meinung waren, der Bitcoin würde abermals am 20.000 US Dollar-Widerstand scheitern und dann den Boden unter den Füßen verlieren.

Das Jahr 2017, das als sogenanntes Krypto-Jahr in die Geschichte einging, wurde nun vom Jahr 2020 abgelöst.

Geht es nun in Richtung 30.000 US Dollar?

All jene, die nun darauf warten, dass der Bitcoin an Boden verlieren wird, müssen sich wohl noch gedulden: Es gibt keinerlei Anzeichen, dass der Bitcoin „bearish“ wird – also eine Korrektur erlebt. Hier ist tatsächlich das Gegenteil der Fall. Der Bitcoin ist so „bullish“ wie noch nie zuvor. Immer mehr Experten glauben, dass der Bitcoin in absehbarer Zeit sogar auf über 50.000 US Dollar klettern kann, mitunter sogar bis über 100.000 US Dollar steigt.

Dass es natürlich nun immer mehr Anleger wie Trader gibt, die ihr Geld in den Kryptomarkt pumpen, ist kein Geheimnis. Letztlich hat der Bitcoin klar gezeigt, dass er doch die Kraft hat, auf völlig neue Ebenen zu klettern. Und die Altcoins sind noch weit hinter ihren Rekordwerten aus den Jahren 2017 bzw. 2018.

Ether liegt (Stand: 17. Dezember 2020) bei 640 US Dollar – das Allzeithoch wurde Anfang 2018 aufgestellt. Damals befand sich die Kryptowährung bei 1.448 US Dollar. Das heißt, zum aktuellen Zeitpunkt befindet sich die Kryptowährung mehr als 50 Prozent unter dem Allzeithoch.

Noch gravierender wird es bei Bitcoin Cash: Liegt der Preis nun bei 310 US Dollar, so konnte das Rekordhoch Ende 2017 mit 3.785 US Dollar aufgestellt werden – Bitcoin Cash befindet sich also über 90 Prozent unter dem Rekordpreis.

Worauf man jetzt achten muss

Wem der Bitcoin nun zu teuer ist, der kann natürlich auch sein Geld in Altcoins investieren. Wichtig ist, dass man jedoch nur frei zur Verfügung stehendes Geld in die Hand nimmt. Denn auch wenn es keine Anzeichen einer Korrektur gibt, so besteht dennoch die Gefahr, dass ein neuerlicher Einbruch für Verluste sorgt. Besonders dann, wenn man jetzt in den Bitcoin investieren will, der so hoch wie noch nie liegt, sind Verluste schnell einmal möglich.

Wichtig ist, dass man sich mit den Chancen wie Risiken befasst, aber auch, wie Kryptowährungen aufbewahrt werden. Denn man kann die Coins in Hot wie Cold Wallets aufbewahren – das sind digitale Portemonnaies. Zu beachten ist, dass besonders Wallets, die stets online abrufbar bzw. aufrufbar sind, ein gewisses Sicherheitsrisiko mit sich bringen. Denn immer wieder liest man von Hackerangriffen – und diese werden nun wohl aufgrund der steigenden Preise der Kryptowährungen ebenfalls zunehmen.

PayPal hat für den notwendigen Rückenwind gesorgt

Kryptowährungen Hype

Aber kann der Bitcoin-Preis tatsächlich auf über 30.000 US Dollar, 50.000 US Dollar oder gar über 100.000 US Dollar klettern? Ja. Nun weiß man, dass es möglich ist. Denn das steigende Interesse lässt natürlich den Preis nach oben schießen – und wenn der Bitcoin immer häufiger auch als Zahlungsmittel eingesetzt wird, so treibt das den Wert weiter nach oben.

Auch PayPal hat erkannt, dass es nun an der Zeit ist, Bitcoin zu akzeptieren. Und genau diese Ankündigung war es am Ende auch, die für den enormen Rückenwind gesorgt hat. Denn man darf eine Sache nicht vergessen: Im März lag der Bitcoin noch im Bereich der 4.000 US Dollar – neuerlich abgestürzt von über 10.000 US Dollar im Vormonat.

Wer also zum richtigen Zeitpunkt investiert hat und 2020 einen langen Atem hatte bzw. immer das Ziel vor Augen sah, dass der Bitcoin die 20.000 US Dollar-Hürde überspringen wird, darf sich nun getrost zurücklehnen.

Der Bullenrun, der Ende des Jahres 2020 beobachtet werden kann, scheint wohl einzigartig in der jüngeren Geschichte zu sein. Und wird vor allem jenen Personen einen Geldsegen bescheren, die vor wenigen Monaten noch belächelt wurden.

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