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Die Dominikanische Republik ist ein Paradies, welches die meisten Urlauber, wenn überhaupt, nur aus Pauschalurlauben kennen. Doch auch abseits der beliebten Touristendestinationen Punta Cana, Playa Dorada und Puerto Plata gibt es etliche tolle Strände, einsame Küsten und ein traumhaftes Ambiente zu erleben. Wie man die Dom Rep auf eigene Faust erkundet und welche Orte auf jeden Fall sehenswert sind, gibt es hier zu lesen.

Dominikanische Republik mal ohne All-Inclusive

Die Dominikanische Republik kann getrost als das Mutterland des All-Inclusive-Tourismus bezeichnet werden. Vom Flughafen aus werden täglich tausende von Pauschaltouristen mittels Minivans und Bussen in Bettenbunker und Handbändchenghettos gekarrt. Doch so schön das Tropenmalle für viele auch sein mag, genau so abscheulich finden es Individualreisende.

Die gute Nachricht ist: Domrep. geht auch anders, abseits der ausgetrampelten Pfade. Der Inselstaat hat derart viel zu bieten, dass tatsächlich für jeden das Richtige dabei ist. So kann man tatsächlich unerschlossene Orte entdecken, Leute kennenlernen und echtes karibisches Flair hautnah erleben.

All-Inclusive und All-Exclusive nur wenige Kilometer voneinander getrennt

Während es im Ort Las Terrenas im Norden der Insel, auf der Halbinsel Samana zum deutschen Winter mehr als Turbulent zugeht und sich Bar und Spelunke Tür an Tür mit Bettenbunkern reihen, so findet sich nur 4 Kilometer ostwärts bereits wunderbare Abgeschiedenheit. An der Playa Bonita gibt es statt Super-Hotels noch nette Strandhäuschen und kleine, familiäre Anlagen wie beispielsweise das wunderschöne „Atlantis“.

Diese Orte sind nicht schwer zu erreichen, liegen aber abseits der Routen der großen Reiseanbieter und müssen vorzugsweise auf eigene Faust mit dem privaten Mietfahrzeug angesteuert werden. Wer die tollen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung, wie beispielsweise den Wasserfall von El Limon erkunden möchte, ist ebenfalls mit einem eigenen Fahrzeug bestens bedient und kann die Attraktionen noch vor dem großen Gedränge aufsuchen. Ein weiteres tolles Ziel ist auch der Nationalpark Los Haitises, welcher nur im Rahmen geführter Touren zugänglich ist und durch die strikt limitierte Besucherzahl bereits den Massentourismus ausgrenzt. Neben Mangrovenwäldern gibt es viele exotische Blüten und Vögel zu bewundern, welche neben Höhlen und dem jadegrünen Wasser ein Highlight der geführten Bootstouren sind.

Ein von Mabel? (@mabes26) gepostetes Foto am

Wer hingegen eher an einen Traumstrand wie aus dem Bilderbuch möchte, und ja davon hat die Dominikanische Republik mehr als genug zu bieten, der sollte definitiv einen Abstecher nach Las Galeras wagen. Dort ist neben Whale Watching vor allem eines total angesagt – Im Sand liegen, Sonne und Wasser genießen, Grillen, Rum trinken und sich einer lustigen Runde anschließen, sofern es die Spanischkenntnisse erlauben. In nächster Nähe gibt es ebenfalls absolut einsame Buchten zu entdecken, welche nur via Boot erreicht werden können.

Eine weiteres tolles Erlebnis ist die fahrt über die holprigen und lebhaften Straßen des Nordens in Richtung der Gebirgstäler bei Cabarete und Sousa deren Strände echte Kitesurf-Paradiese sind. Schon der Weg ist das Ziel und die vielen Eindrücke und Einflüsse überschreiten binnen Minuten das, was Pauschalurlauber in Wochen nicht erleben werden. Man sieht karibische Hütten, Mopeds, Männer in ausgefallenen Jesus-Shirts, Schulkinder, die froher nicht sein könnten und Straßenhändler die ihr Bestes geben um dem willkommenen Gast ihre Waren und Speisen anzudrehen.

Im Gebirgstal selbst findet man Vieh, das auf den Wiesen weidet, verlassene Bernsteinminen, und grandiose Wasserfälle die in reisende Gebirgsflüsse münden. Ein unvergessliches Erlebnis weit abseits der Komfortzone!

Wer sich noch weiter auf das schöne Karibikland einlässt, besucht auf eigene Faust das Freimaurermuseum in Puerto Plata oder das Kastell der spanischen Königin. Auch eine Kanufahrt in Luperon durch das wunderbar türkisfarbene Wasser ist immer lohnenswert und bringt etwas sportliche Abwechslung.

Nahe der haitianischen Grenze sind noch die ebenfalls tollen Höhlen der Taino-Ureinwohner fast schon ein Muss für Individualtouristen und es stolzieren ganz klischeeartig pinkfarbene Flamingos durch seichte Gewässer.

Bei all den tollen Eindrücken, die die Dominikanische Republik zu bieten hat, sollte man immer eines haben und das ist Geduld. Die Uhren in der Karibik ticken einfach ein wenig anders und starke Nerven sind das, was viele Europäer auch Individualreise hier unbedingt brauchen. So ist die Dominikanische Republik nicht das am einfachsten zu bereisende Land als Rucksacktourist, dafür aber wohl noch eines der authentischsten.

Der Lonely Planet Reiseführer bietet gute Tipps für Individualreisende

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